...im 16. Jahrhundert, als die Welt von Armut und Neid geprägt war, trieben einst einige Hexen ihr Unwesen und sorgten bei Jung und Alt für Angst und Schrecken.Unter dem Jahr, getarnt als bürgerliche Frauen, mischten sie sich unter das Volk.


Zur Walpurgisnacht, am 30. April, trafen sich die Hexen landesweit auf dem Brocken.Zu dieser Nacht begaben sich die Hexen in die Städte und Dörfer und rissen die schlafenden Kinder aus ihren Träumen. Sie lockten die Kinder mit Zuckergebäck auf den Hexenberg.Dort angekommen, legten sie den Kindern Ketten an, um eine Flucht der Kinder zu verhindern. In den Jahren missfiel einer Hexe das bösartige Treiben der anderen Hexen. Sie wollte ihre Magie dafür gebrauchen, um den Kindern weiteres Leid zu ersparen und sie für alle Zeit zu befreien. Die anderen Hexen kamen hinter das Vorhaben der Hexe und verfluchten sie, lebenslang die Ketten der Kinder am Körper zu tragen und ihr wahres Erscheinungsbild nicht mehr ändern zu können.In dieser Nacht floh die Hexe mit den Kindern und wanderte viele Tage durch die Wiesen und Wälder. Eines Tages stieß die Hexe auf ein fließendes Gewässer, das die Anwohner Neckar nannten. Als die Hexe und die Kinder sich am Wasser die Kleidung wuschen, wurden einige Menschen aufmerksam und wollten sich der vermeintlichen Geiselnahme in den Weg stellen. In ihrer Panik flohen die Kinder mit der Hexe in die schwarzen Wälder, stets am Neckar entlang. Während der Wanderung schloss sich eine weitere Hexe der Gruppe an, da sie den Kindern ebenfalls ein Leben in Freiheit gewähren wollte. In den Nächten verloren sie immer wieder das Wasser aus den Augen und folgten irgendwann einem anderen Gewässer.Nach vielen Tagen änderten sie ihre Richtung und wanderten flussaufwärts und kamen am Wolftal vorbei. Sie waren fasziniert von der Schönheit und Pracht der kleinen Schwarzwalddörfer.Auch hier sorgte die ungewöhnliche Gruppe für Aufsehen, zwei weitere Hexen bekannten sich zu der "Käddahex" mit ihren Kindern und schlossen sich ihnen an.Nur noch einen Berg wollten sie hinter sich bringen und sich dann einen Unterschlupf suchen.Als sie weiter der Kinzig folgten und schließlich den Kirchberg erreichten, sahen sie das kleine Städtchen Schiltach und verloren ihr Herz an diesen Ort.Mithilfe weiterer drei Hexen bauten sie sich unterhalb des Kirchbergs ein kleines Heim.Um der "Käddahex" ihrem Mut Bewunderung zum Ausdruck zu verleihen, legten sich die anderen sechs Hexen ebenfalls Ketten an.


Noch heute sind die KÄDDAHEXA mit ihren Kindern in den Wäldern des Schwarzwaldes unterwegs und verteilen Süßwaren an andere Kinder...